Baritonhorn

Ich bin ca.  80 cm hoch und 3 kg schwer. Meine Hautfarbe leuchtet silbern oder golden, mein Körper ist mit drei oder vier Ventilen bestückt. Außerdem gehöre ich zu der Familie der Blechbläser, genauer gesagt zum tiefen Blech.

Vielleicht wundert sich der eine oder die andere von euch, dass ihr mich schon mal gesehen habt. Ich mache kein Geheimnis raus, man kann mich schnell mit einem Tenorhorn verwechseln. Wir sehen uns sehr ähnlich. Mein Ton jedoch klingt weicher und meine besondere Stärke liegt in den tieferen Tönen. Trotzdem bin ich variabel einsetzbar, egal ob für Soli oder Begleitstimmen, laute oder leise Töne, Marsch- oder Popmusik.

Flügelhorn

Ich gehöre zu der Familie der Blechbläser und viele von euch werden denken, sie kennen mich bereits. Aber nein, ich bin keine Trompete. Man kann mich schnell mit ihr verwechseln, jedoch sieht ein Kenner sofort, dass mein Körper etwas breiter ist, als der meines nahen Verwandten. Außerdem ist mein Mundstück mehr nach innen gewölbt und… spätestens am Klang kann es mit etwas Übung auch ein Außenstehender hören: mein Ton ist wesentlich weicher und sanfter, als der einer Trompete.  

Wenn ich jetzt noch behaupte, dass ich näher mit dem Bariton- und Tenorhorn verwandt bin, als mit der Trompete, werde ich meine Glaubwürdigkeit vollkommen verlieren. Es ist aber wahr, ich gehöre genaugenommen zu den Bügelhörnern. An meinem goldschimmernden Körper sind drei Ventile angebracht, mit denen ich häufig Melodie- und Solostimmen spiele.

Bereits seit Beginn des 17. Jahrhunderts waren die Flügelhörner am äußeren Rand eines Orchesters positioniert. Diesen Rand nannte man „Flügel“, woraus sich später auch mein Name abgeleitet hat. Darüber bin ich sehr froh, denn ungern würde ich „links-außen-Horn“ oder „Rand-Horn“ heißen.

Posaune

Auf dem Bild ist ein Blechblasinstrument zu erkennen. Dieses Instrument klingt voll, majestätisch, prunkvoll, festlich und erhaben. Doch um was für ein Instrument könnte es sich handeln?! Richtig, ich bin eine Posaune, genauer gesagt eine „Zugposaune“. Daher möchte ich mich kurz vorstellen mich gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen: Tenorposaune, Bassposaune, Altposaune, Kontrabassposaune, Sopranposaune, Pikkoloposaune, Diskantposaune und Ventilposaune. 

An der Anzahl der verschiedenen Posaunenarten merkt man schnell, wie flexibel ich einsetzbar bin. Ich spiele laute, leise, hohe und ganz tiefe Töne, daher gehören zahlreiche Soli zu meinem Alltag. Man kann mich sowohl in Posaunenchören einsetzen, aber ebenso in Sinfonieorchestern, Bands oder auch in Musikzügen.

 Ich bin eins der wenigen Instrumente, die keine Klappen oder Ventile besitzt. Denn mein Spieler kann meinen Ton durch ein sanftes Ziehen an meinem „Zug“ verändern. Daher sollten sich andere Musiker niemals direkt vor mir aufhalten. Denn während ich zusammengezogen ca. 1,25 m lang bin, kann ich beim Spielen des tiefsten Tones auch eine Gesamtlänge von über 2 m erlangen.

Tenorhorn

Ich gehöre zu der Familie der Blechblasinstrumente und bin, wenn man mich genau bezeichnen möchte, ein Bügelhorn. Man könnte sagen, dass ich das Bindeglied zwischen der tiefen Tuba und den hohen Trompeten bin, also genau dazwischen. 

Wenn mein schlanker Körper, an dem 3 Ventile zu finden sind, auf Hochglanz poliert ist, leuchte ich silbern. Es gibt jedoch auch Artgenossen, die golden leuchten oder 4 Ventile haben. Unabhängig von meiner Farbe oder meinen Körperöffnungen kann ich weit über 26 verschiedene Ganztöne spielen, hinzu kommen noch die jeweiligen Halbtöne.

Wenn ihr schon über die vielen verschiedenen Töne erstaunt seid, wird euch mein Klang noch mehr begeistern. Er ist unverwechselbar klar, brillant und durchsetzungsfähig. Damit bin ich sowohl für Begleitmelodien geeignet, als auch für zahlreiche Soli. Erfunden wurde ich im 19. Jahrhundert für die Militärmusik. Man verbindet häufig böhmische Musik mit mir, jedoch werde ich heutzutage auch für moderne Stücke wie beispielsweise Rock oder Pop problemlos eingesetzt.

Trompete

Ich bin zwar ein eher kleines Instrument, aber häufig komme ich ganz groß raus. Die Tatsache, dass ich häufig Soli spielen darf, könnte vielleicht an meinem wunderschönen und unverwechselbaren Klang liegen. Eventuell liegt es aber auch daran, dass ich eins der bekanntesten Blechblasinstrumente weltweit bin. Die Geschichte meiner Vorfahren geht weit über 3500 Jahre zurück. Zugegebenermaßen habe ich mich seit dem weiterentwickelt, aber mein Klang und meine Bestandteile sind gleich geblieben.

 Mein Körper besteht überwiegend aus Messing. Zwar findet man an mir nur drei Ventile, aber nichts desto trotz kann ich über 20 verschiedene Töne und mindestens genauso viele Halbtöne spielen. Diese Töne kann mein Spieler allein über seine Lippenspannung verändern.

Tuba

Ich bin mit Abstand das größte und schwerste Instrument im Musikzug. Aufgrund meines robusten Körperbaus habe ich einen kräftigen Klang. Man vermutet es vielleicht nicht, aber ich kann auch sanfte und leise Töne spielen. Dadurch ist es sogar möglich, Soli zu spielen. Sie verzaubern meinen Spieler ebenso wie meine Instrumentenfreunde und Zuhörer. Nicht umsonst gibt es einen Welt-Tuba-Tag, der jährlich am ersten Freitag im Mai stattfindet.

 Mein Körper ist aus Messing und ich bin das jüngste Blechblasinstrument. Meine Vorfahren wurden ungefähr zur selben Zeit geboren, wie mein Musikzug. Uns beide gibt es seit mittlerweile über 125 Jahren.

Waldhorn

Ich gehöre zu der Familie der Blechblasinstrumente. Optisch habe ich etwas Ähnlichkeit mit dem Jagdhorn oder dem sogenannten Posthorn. Jedoch wird ein Musikliebhaber sofort den Unterschied sehen und auch hören. Denn während das Jagdhorn keine Ventile oder Klappen hat, besitze ich drei Ventile um verschiedene Töne wiederzugeben.

Ich bin mit meinem Gewicht von unter zwei Kilogramm eher leicht und auch meine Größe ist nicht sonderlich erwähnenswert. Jedoch trügt der Schein, denn wenn man meinen eingerollten Körper komplett ausrollen würde, käme man auf eine Länge von weit über drei Metern.

Aber um die tatsächliche Schönheit und die Individualität meines Klanges zu erzeugen, bin ich einzig und allein auf die Fähigkeiten meines Spielers angewiesen. Wenn dieser während des Musizierens seine Hand in meinen Trichter legt, wird dadurch der Ton verändert. Diese Kunst wird auch als „stopfen“ bezeichnet und ermöglicht, dass ich sehr ruhige, weiche und verträumte Töne wiedergeben kann, aber auch laute, harte und sehr dunkle Klänge zu hören sind.