Lyra

Ich bin ein sogenanntes Schlaginstrument und stamme von dem Glockenspiel ab. Mein kristallklarer, durchdringender, glockenähnlicher Klang wird durch einen kleinen Schlägel erzeugt, der auf meine Metallplättchen geschlagen wird. Von diesen Plättchen besitze ich 25 Stück.

In meinem Körper steckt eine lange Geschichte. Während bereits im 7. Jahrhundert verschiedene Glocken, meist in Kirchtürmen zusammengestellt wurden, um sie nacheinander anzuschlagen, gab es im 17. Jahrhundert die Neuerung: Damals wurden die Glocken durch kleine Metallplättchen ausgetauscht, welches meine Handhabung deutlich vereinfachte. Da das Glockenspiel während eines Festumzuges schwer zu bedienen sind, wurde es weiterentwickelt, zu mir: einer Lyra. Ich kann problemlos während des Marschierens bedient werden.

Wer nun jedoch denkt, dass ich lediglich für traditionelle Marschmusik einzusetzen bin, irrt sich gewaltig. Mich kann man bei nahezu jeder Musikrichtung einsetzen, egal ob Rock- und Popmusik, Musicals, Samba, Polka oder Filmmusik: Ich bin ein Allround-Talent. Am besten liegen mir schnelle, pfiffige Klänge, die das gesamte Orchester überstrahlen.

(Kessel-) Pauken

Wir gehören zu der Familie der Schlaginstrumente. Unsere Körper bestehen aus einer Art Kessel, die mit einer modernen Kunststoffmembran bespannt sind. Früher bestand sie sogar aus echtem Tierfell. 

Selbstständig können wir leider keine Töne erzeugen. Wir sind stets auf unseren Spieler angewiesen, den Paukisten. Der Paukist schlägt mit verschiedensten Schlägeln auf uns ein. Dadurch können unterschiedliche Töne, Rhythmen und sogar leichte Melodien erzeugt werden. Mein Spieler braucht also ein gutes Rhythmusgefühl. Sollte dieses ausnahmsweise mal nicht vorhanden sein und es erklingt ein falscher Rhythmus, gibt es keine Standpauke vom Dirigenten bzw. den anderen Musikern, sondern es wird intensiv weiter geprobt.

Schlagzeug

Während ein durchschnittlicher Mensch zwei bis drei Dinge gleichzeitig ausführen kann, hat mein Spieler vier verschiedene Instrumente gleichzeitig zu spielen. Er heißt Schlagzeuger, denn mein Name lautet Schlagzeug. Ich bestehe aus vielen einzelnen, individuell auf meinen Spieler abgestimmten Trommeln und Becken. Die Bekanntesten sind die kleine und große Trommel, das Hi-Hat, die Tom-Tom und das Crash-Becken.

Während die große Trommel vorzugsweise mit dem rechten Fuß gespielt wird, wirbeln die Schlagstöcke meines Spielers auf zwei verschiedenen Trommeln gleichzeitig. Und weil das allein ja noch fast einfach wäre, wird der linke Fuß häufig für das Hi-Hat eingesetzt. Wenn nun auch noch die Noten gelesen werden müssen und das Tempo des Dirigenten berücksichtigt werden soll, wird schnell klar, dass mein Spieler wirklich multitaskingfähig sein muss.