Am Sonntag den 27. April 2014 wurde der Regionalleitstelle Osnabrück der Brand in einer Tiefgarage eines großes Wohnkomplexes im Zentrum von Ostercappeln gemeldet. Der Alarm für die Feuerwehren Ostercappeln und Hitzhausen sowie die Drehleitereinheit aus Schledehausen wurde um 23.17 Uhr ausgelöst. Da es sich bei dem Gebäude an der Windthorststraße um einem Wohnkomplex mit zwanzig Wohneinheiten handelte, wurden sofort die Feuerwehren aus Schwagstorf und Venne hinzugerufen.

Beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte quoll aus den Abluftöffnungen und Fenstern der Tiefgarage schwarzer Rauch. Unter schwerem Atemschutz gingen Feuerwehrmänner zur Brandbekämpfung vor. Ein abgestellter Pkw, Typ Mercedes SLK, stand in Vollbrand. Mit Schaum und Wasser wurde das Feuer gelöscht.

Die Bewohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Vorsorglich wurden die Räume durchsucht und eine mögliche Rettung über die Drehleiter, die vor dem Gebäude in Stellung gebracht worden war, vorbereitet. Die Bewohner wurden von den DRK-Schnelleinsatzgruppe aus Bohmte und Bad Essen betreut und in die nahe gelegene Cafeteria des Krankenhauses gebracht. Ein leitender Notarzt, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes sowie die DRK-Gruppe Führung und Kommunikation standen zur Verfügung.

Da sich der Rauch auch in die Treppenhäuser ausgebreitet hatte, wurden an den zwei Hauseingängen Hochleistungsgebläse aufgestellt.

Auch für die Polizeikräfte war dieser Einsatz sehr arbeitsreich. Mehrere Beamte waren vor Ort. Die Bremer Straße musste gesperrt werden, damit sich die vielen Einsatzfahrzeuge aufstellen konnten. Da das Abfragesystem für die Daten des Melderegisters im Rathaus ausgefallen war, mussten die Polizeibeamten alle Bewohner nach Mitbewohnern befragen, um eine genaue Übersicht über die Anzahl der Personen im Haus zu bekommen. Schließlich war auch die Sicherstellung des Autos zu veranlassen, um später die Brandursache ermitteln zu können. Es gab keine Verletzten. Der Pkw brannte völlig aus. Die Höhe des Schadens am Gebäude konnte noch nicht benannt werden.

Gegen 1.30 Uhr waren die intensiven Lüftungsmaßnahmen abgeschlossen. Gemeinsam prüften Feuerwehrkräfte mit einem Messgerät und der Leitende Notarzt, ob man sich wieder gefahrlos in den Wohnungen aufhalten konnte. Glücklicherweise wurden die Wohnungen für bewohnbar erklärt, sodass keine Notunterkünfte gesucht werden mussten.

Insgesamt waren rund 80 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Die Einsatzleitung hatte Gemeindebrandmeister Olaf Meyer.

Text/Fotos: Hubert Dutschek

 

 

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